Bist du zu nett auf Social Media? 5 Dinge, die du nicht mehr tun solltest!

Fotocredit: Nadine Fischer und Fashion & Beauty Experts Bauer Media Group

Kannst du überhaupt ZU nett sein? Und dann noch auf Social Media, wo wir alles tun, um #hate zu verhindern?

Ja, das kannst du!

Von vorne: Was zeichnet „zu nette Menschen“ aus?

  • Zu nette Menschen haben ein ausgeprägtes Harmoniestreben. Sie fürchten sich vor Auseinandersetzungen, daher tun sie viel, um diese zu vermeiden. Ihre Empathie setzen sie dafür ein, um zu erahnen, was das Gegenüber benötigt, um ihm genau das zu geben.
  • Der Fokus liegt oft so stark bei dem Gegenüber, dass sich die Tür zu den eigenen Bedürfnissen mit der Zeit schließen kann. Dies führt zu Handlungen, die den eigenen Wünschen nicht gerecht werden.
  • Das öffnet dafür Scheunentore für Team „Mr. and Mrs. Wichtig“, die so entspannt ihren Willen und immer mehr Einfluss bekommen!

5 Anzeichen dafür, dass du zu nett auf Social Media bist!

  • Du folgst aus Höflichkeit immer zurück und nimmst dafür einen eigenen unspannenden Feed hin, in dem schließlich die für dich spannenden Accounts untergehen!
  • Das Blockieren von unangenehmen Personen meidest du, da du Sorge hast, sie könnten das mitkriegen. Lieber riskierst du unangebrachte Nachrichten.
  • Du verfängst dich in kostenlosen Beratungen oder in endlosen unbezahlten „Tipp-Schleifen“, da manch Follower das so selbstverständlich fordert, dass du dich darauf einlässt, um Konflikte zu vermeiden.
  • Du nimmst jedes „Shoutout“ aus Höflichkeit an, repostest bis zur Reaktion der Reaktion. Deine Story mutiert zur optischen „Story der Hölle“, deine Story-Views leiden.
  • Du hast ein schlechtes Gewissen, wenn du in Social Media Auszeiten die Postings deiner Bekannten nicht liken kannst und gehst deshalb auch müde online.

Ertappt? Keine Sorge!

5 Tipps, wie du dieses Verhalten mit gutem Gewissen loslässt!

  • Jedes JA für eine andere Person ist eine Absage an dich selbst. Auf Social Media erteilst du dir also für fremde Menschen eine Absage.
  • Auf Follower, die dir deine mentale Gesundheit nicht gönnen, zicken und/ oder dir ein Gefühl des „kontrolliert werdens“ vermitteln, kannst du getrost verzichten. Und zwar ab SOFORT.
  • Mach dir bewusst, dass du mit zu häufiger Teilnahme an Shoutout-Aktionen („…markiere 10 Personen…“) deine Instagram-Story ruinierst. Du verschenkst zusätzlich eine wichtige Fläche, um deine Persönlichkeit zu zeigen. Dies wäre eine deutlich nachhaltigere Methode, um deinen Account zu stärken! PS: Bist du sicher, dass es dir jemand übelnimmt, wenn du nicht mitmachst ;)?
  • Werde dir über den Wert deiner Arbeit klar. Warum solltest du auf dein Honorar verzichten? Ich wette, deine „Ratsuchenden“ auf Social Media denken nicht darüber nach, ihre Produkte zu verschenken.
  • Wenn du dich mit gesundem Egoismus abgrenzt, wird es nur die Personen stören, die ohnehin nur von dir profitieren wollten. Häufig entfolgen dir solche Menschen rasch. Bleibe ruhig, denn du wirst dennoch nichts verlieren ;). Du wirst sogar gewinnen: An Wertschätzung bei wertvollen Menschen!

Nein, das möchte ich abschließend betonen – ich möchte nicht dazu aufrufen, dass wir Netten nun nicht mehr nett sind.

Ganz im Gegenteil!

Ich möchte mit diesem Artikel dazu beitragen, dass wir viel häufiger in die vorderen Reihen treten, indem wir „Mr. & Mrs. Wichtig“ auf die hinteren Plätze verweisen.

Bist du dabei?

Deine Nicole

PS: Für diesen Artikel wurde ich inspiriert von dem großartigen Buch „Den Netten beißen die Hunde“ von Autor Martin Wehrle. Vielleicht ist das Buch auch etwas für dich!